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18.03.2020
Coronavirus: Was tun, wenn im Betrieb ein Corona-Fall aufgetreten ist?

Besteht der Verdacht, dass eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert ist, müssen folgende Maßnahmen gesetzt werden:

  • Benachrichtigen Sie unverzüglich den Betriebsarzt oder, sofern vorhanden, einen betrieblichen Gesundheitsdienst und veranlassen Sie eine Erstbehandlung. Eventuell sollte ein Notarztwagen alarmiert werden. Der erkrankten Person ist eine Atemschutzmaske aufzusetzen und die sofortige Isolierung in einem eigenen Raum zu veranlassen. Je nach Einschätzung des Arztes ist die erkrankte Person nach Hause zu bringen oder in eine Klinik einzuliefern.
  • Abschließend sind die Angehörigen der erkrankten Person zu informieren und ggf. über das Verhalten im Krankheitsfall aufzuklären. Außerdem ist die Ausgabe von Atemschutzmasken zu veranlassen. Halte Sie ständigen telefonischen Kontakt mit den Angehörigen.
  • Der Arbeitsplatz der erkrankten Person muss gereinigt und desinfiziert werden. Lüften Sie den Raum gut und nutzen Sie ihn frühestens am nächsten Tag wieder.
  • Bestimmen Sie eine Vertretung für die erkrankte Person.
  • Beobachten Sie die unmittelbar mit dem/der Erkrankten in Kontakt getretenen Personen. Dies gilt besonders während der regulären 14tägigen Inkubationszeit.
  • Eine Behördenmeldung durch den Arbeitgeber ist nicht notwendig. Diese erfolgt bei Bedarf durch den untersuchenden Arzt.

Stand: 18. März 2020

Bild: Bacho Foto - stock.adobe.com

Besteht der Verdacht, dass eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert ist, müssen folgende Maßnahmen gesetzt werden:

  • Benachrichtigen Sie unverzüglich den Betriebsarzt oder, sofern vorhanden, einen betrieblichen Gesundheitsdienst und veranlassen Sie eine Erstbehandlung. Eventuell sollte ein Notarztwagen alarmiert werden. Der erkrankten Person ist eine Atemschutzmaske aufzusetzen und die sofortige Isolierung in einem eigenen Raum zu veranlassen. Je nach Einschätzung des Arztes ist die erkrankte Person nach Hause zu bringen oder in eine Klinik einzuliefern.
  • Abschließend sind die Angehörigen der erkrankten Person zu informieren und ggf. über das Verhalten im Krankheitsfall aufzuklären. Außerdem ist die Ausgabe von Atemschutzmasken zu...
26.03.2020
Corona-Krise

Corona-Krise

Die Corona-Krise entfaltet schon jetzt massive Auswirkungen auf das alltägliche Leben. Insbesondere die Wirtschaft leidet unter den erlassenen Schutzmaßnahmen und hat mit enormen Umsatzeinbüßen zu kämpfen. Auch in dieser schwierigen Zeit stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite:

Der DWS-Verlag bietet Ihnen alle wichtigen Informationen kompakt und übersichtlich in Form von Merkblättern an. Das Angebot wird ständig überarbeitet und um die wichtigsten Neuerungen ergänzt:

https://www.dws-verlag.de/produkte/produktkategorien/coronavirus.html

Unsere Kollegen von DWS-Online arbeiten daran, Sie auch anhand von Seminaren zu unterstützen. So wird in Kürze das Seminar „DAS CORONAVIRUS UND SEINE ARBEITSRECHTLICHEN FOLGEN: TIPPS UND HINWEISE FÜR DIE PRAXIS“ erscheinen. Weitere Seminare sind bereits in Planung.

https://www.dws-steuerberater-online.de/suche?s=corona&t=5e7c51ad3016e767757202

Corona-Krise

Die Corona-Krise entfaltet schon jetzt massive Auswirkungen auf das alltägliche Leben. Insbesondere die Wirtschaft leidet unter den erlassenen Schutzmaßnahmen und hat mit enormen Umsatzeinbüßen zu kämpfen. Auch in dieser schwierigen Zeit stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite:

Der DWS-Verlag bietet Ihnen alle wichtigen Informationen kompakt und übersichtlich in Form von Merkblättern an. Das Angebot wird ständig überarbeitet und um die wichtigsten Neuerungen ergänzt:

https://www.dws-verlag.de/produkte/produktkategorien/coronavirus.html

Unsere Kollegen von DWS-Online arbeiten daran, Sie auch anhand von Seminaren zu unterstützen. So wird in Kürze da...

05.03.2020
Steuerfachangestellte: Ausbildung immer gefragter

Steuerfachangestellte: Ausbildung immer gefragter

Auf der Suche nach dem passenden Beruf entscheiden sich immer mehr Jugendliche für die Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten – das zeigt die aktuelle Ausbildungsstatistik der Bundessteuerberaterkammer (BStBK). 2019 bildeten Steuerberater bundesweit insgesamt 18.103 Nachwuchskräfte aus, ein Zuwachs von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

BStBK-Präsident Prof. Dr. Hartmut Schwab: „Die Ausbildung ist abwechslungsreich, zukunftssicher und bietet viele Aufstiegschancen – das überzeugt immer mehr Nachwuchskräfte. Darüber freuen wir uns besonders, denn bundesweit entscheiden sich immer weniger Jugendliche für eine Berufsausbildung.“

Laut den aktuellen Ausbildungszahlen sind mit 2.223 Jugendlichen die meisten Nachwuchskräfte im Bezirk der Steuerberaterkammer Niedersachsen tätig. Die verhältnismäßig stärkste Steuerberaterkammer im Bereich der Ausbildung ist im Jahr 2019 die Steuerberaterkammer Mecklenburg-Vorpommern. In der Küstenregion bilden 32,2 Prozent der Mitglieder aus.

Auch die bundesweite Rangliste der 326 anerkannten Ausbildungsberufe des Bundesinstituts für Berufsbildung untermauert diesen Zuspruch der Jugendlichen für den Weg zum/zur Steuerfachangestellten. Hier kletterte die Ausbildung unter die Top 21 und gehört somit zu den beliebtesten Berufen. Bei Frauen ist sie mit Platz 12 besonders gefragt.

„Die Zahlen zeigen: Unser Einsatz im Nachwuchsbereich trägt Früchte. Mit der Nachwuchskampagne „Mehr als du denkst“ und dem Engagement vor Ort konnten wir die Ausbildung stärker ins Bewusstsein der Zielgruppe rücken. Durch zusätzliche Fortbildungen ist es uns gelungen, die Ausbildung noch attraktiver zu gestalten und neue Aufstiegschancen zu bieten“, so Schwab.

Die Grafiken zu den Ausbildungszahlen sind verfügbar unter www.bstbk.de/de/presse/pressemitteilungen.

Die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) vertritt als gesetzliche Spitzenorganisation die Gesamtheit der bundesweit fast 98.000 Steuerberater, Steuerbevollmächtigten und Steuerberatungsgesellschaften. Neben der Vertretung des Berufsstandes auf nationaler und internationaler Ebene wirkt die BStBK an der Beratung der Steuergesetze sowie an der Gestaltung des Berufsrechts mit. Sie fördert außerdem die berufliche Fortbildung der Steuerberater und die Ausbildung des Nachwuchses.

Steuerfachangestellte: Ausbildung immer gefragter

Auf der Suche nach dem passenden Beruf entscheiden sich immer mehr Jugendliche für die Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten – das zeigt die aktuelle Ausbildungsstatistik der Bundessteuerberaterkammer (BStBK). 2019 bildeten Steuerberater bundesweit insgesamt 18.103 Nachwuchskräfte aus, ein Zuwachs von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

BStBK-Präsident Prof. Dr. Hartmut Schwab: „Die Ausbildung ist abwechslungsreich, zukunftssicher und bietet viele Aufstiegschancen – das überzeugt immer mehr Nachwuchskräfte. Darüber freuen wir uns besonders, denn bundesweit entscheiden sich immer weniger Jugendliche für eine Berufsausbildung.“

Laut den aktuellen Ausbildungszahlen sind mit 2.223 J...

11.05.2020 - 12.05.2020
58. DEUTSCHEN STEUERBERATERKONGRESS 2020
Berlin
März 2020

Coronavirus: Was tun, wenn im Betrieb ein Corona-Fall aufgetreten ist?

Besteht der Verdacht, dass eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert ist, müssen folgende Maßnahmen gesetzt werden:

  • Benachrichtigen Sie unverzüglich den Betriebsarzt oder, sofern vorhanden, einen betrieblichen Gesundheitsdienst und veranlassen Sie eine Erstbehandlung. Eventuell sollte ein Notarztwagen alarmiert werden. Der erkrankten Person ist eine Atemschutzmaske aufzusetzen und die sofortige Isolierung in einem eigenen Raum zu veranlassen. Je nach Einschätzung des Arztes ist die erkrankte Person nach Hause zu bringen oder in eine Klinik einzuliefern.
  • Abschließend sind die Angehörigen der erkrankten Person zu informieren und ggf. über das Verhalten im Krankheitsfall aufzuklären. Außerdem ist die Ausgabe von Atemschutzmasken zu veranlassen. Halte Sie ständigen telefonischen Kontakt mit den Angehörigen.
  • Der Arbeitsplatz der erkrankten Person muss gereinigt und desinfiziert werden. Lüften Sie den Raum gut und nutzen Sie ihn frühestens am nächsten Tag wieder.
  • Bestimmen Sie eine Vertretung für die erkrankte Person.
  • Beobachten Sie die unmittelbar mit dem/der Erkrankten in Kontakt getretenen Personen. Dies gilt besonders während der regulären 14tägigen Inkubationszeit.
  • Eine Behördenmeldung durch den Arbeitgeber ist nicht notwendig. Diese erfolgt bei Bedarf durch den untersuchenden Arzt.

Stand: 18. März 2020

Bild: Bacho Foto - stock.adobe.com

Allgemeine Vorbeugemaßnahmen

Um die Ausbreitung von Coronaviren einzudämmen sollten im Unternehmen u. a. folgende Maßnahmen angeordnet werden:

  • Persönliche Hygiene
  • Gründliches (mind. 20 – 30 Sekunden langes) Händewaschen mit geeigneten Hygieneprodukten
  • Auf Handschlag zur Begrüßung verzichten
  • Niesen und Husten nur in Einmalpapiertaschentücher und unmittelbare Entsorgung in einem Papierkorb mit Abdeckung
  • Berührungen der Schleimhäute (Mund, Nase, Augen) mit den Händen vermeiden
  • Engen Kontakt zu Kollegen vermeiden und ggf. Arbeitsplätze auseinander stellen
  • Arbeitsplätze regelmäßig reinigen oder desinfizieren und intensiv lüften
  • Benutzung von Pausenräumen und Gemeinschaftseinrichtungen unterlassen oder nur einzeln nutzen
  • Nutzung der Treppe anstelle des Aufzugs und Vermeidung der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Modalitäten eines allenfalls eingerichteten Kantinenbetriebes prüfen und ggf. auf die Ausgabe von Lunchpaketen umstellen
  • Gebrauch von Atemschutzmasken und Schulungen über das korrekte Tragen solcher Masken veranstalten. Masken nach längerer Nutzung austauschen. Einsatz nur bei Bedarf. Atemschutzmasken der Klasse FFP bereitstellen und Modalitäten für deren Ausgabe (z. B. am Betriebseingang) festlegen. Nutzungsanweisungen geben.
  • Sicherstellung des Heimtransports erkrankter Mitarbeiter bei plötzlichem Krankheitsbeginn
  • Organisation von Fahrgemeinschaften, Hol- und Bringdiensten für Mitarbeiter zur Vermeidung erhöhter Ansteckungsgefahr in öffentlichen Verkehrsmitteln

Zur Aufrechterhaltung des Betriebs sollten u.a. zwei wichtige Vorkehrungen getroffen werden:

  • Festlegung unabdingbarer Aufgaben und Prozesse sowie diverser innerbetrieblicher Abläufe, die ständig überwacht werden müssen bzw. nicht unterbrochen werden können
  • Festlegung der unbedingt notwendigen Mitarbeiter (Schlüsselpersonal) und deren Vertretungspersonen. Einarbeitung der Vertreter und ggf. Aktivierung zusätzlicher Personalreserven

Stand: 18. März 2020

Bild: alexmat46 - stock.adobe.com

Das Bundesfinanzministerium hat am 13.3.2020 ein breites Maßnahmenpaket zur Milderung der Folgen der Ausbreitung des Coronavirus für Unternehmen vorgelegt. Das Paket umfasst Steuerstundungen, Liquiditätshilfen und Erleichterungen im Bereich des Sozialversicherungsrechts, insbesondere in Form des Kurzarbeitergeldes.

Steuerliche Liquiditätshilfen im Überblick

  • Steuerstundungen:
    Die Finanzämter stunden auf Antrag Steuern, wenn die Einziehung für das Unternehmen bzw. für den Steuerpflichtigen eine erhebliche Härte darstellen würde. Nach Angaben des BMF wurden die Finanzämter angewiesen, bei den Bedarfsprüfungen keine strengen Maßstäbe anzusetzen.
  • Herabsetzung von Steuervorauszahlungen:
    Die Finanzämter setzen Steuervorauszahlungen herab, wenn ein Steuerpflichtiger niedrigere Einkünfte für das laufende Jahr erwartet. Herabsetzungen sollen für Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer und Gewerbesteuer möglich sein.
  • Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen:
    Darüber hinaus verzichten die Finanzämter bis zum 31.12.2020 auf Vollstreckungsmaßnahmen wie z. B. Kontopfändungen oder Säumniszuschläge.
  • Antragsformulare:
    Formulare zur Beantragung einer zinslosen Stundung von fälligen Steuerzahlungen sowie zur Beantragung der Herabsetzung von Steuervorauszahlungen/des Steuermessbetrages für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen stehen zum Download auf den Internetseiten der Finanzverwaltungen bereit.

Liquiditätshilfen für Unternehmen

Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sollen vor einer drohenden Insolvenz als Folge der Ausbreitung des Coronavirus bewahrt werden. Unternehmen mit weniger als € 5 Mrd. Umsatz können bei Bedarf folgende Liquiditätshilfen in Anspruch nehmen:

  • KfW-Unternehmerkredite für Bestandsunternehmen:
    Die Risikoübernahmen (Haftungsfreistellungen) für Betriebsmittelkredite wurden auf bis zu 80% (bei maximaler Kreditsumme bis € 200 Mio.) erhöht. Damit soll die Bereitschaft von Hausbanken zur Kreditvergabe angeregt werden.
  • ERP-Gründerkredite:
    Universell für junge Unternehmen mit Bestand unter fünf Jahren. Hier gelten die für Bestandsunternehmen festgelegten höheren Bürgschaften des Bundes.
  • KfW Kredit für Wachstum:
    Dieser Kredit wurde umgewandelt und wird künftig im Wege einer Konsortialfinanzierung ohne Beschränkung auf einen bestimmten Bereich (bisher nur Innovation und Digitalisierung) zur Verfügung gestellt. Die Risikoübernahme wurde auf bis zu 70% erhöht (bisher 50%).
  • Bürgschaften:
    Der Bund erhöhte seinen Risikoanteil bei den Bürgschaftsbanken um 10 % sowie die Obergrenze der Bürgschaftsbanken von 35 % auf 50 % der Betriebsmittel am Gesamtobligo. Außerdem wurde das bislang nur für Unternehmen in strukturschwachen Regionen geltende Großbürgschaftsprogramm für alle Unternehmen geöffnet.

Darüber hinaus wurden Sonderfinanzhilfen für Unternehmen beschlossen, die krisenbedingt vorrübergehend in ernsthafte Finanzierungsschwierigkeiten geraten und daher nicht ohne weiteres Zugang zu den bestehenden Förderprogrammen haben. Ausgeweitet wurden außerdem die Exportkreditgarantien (sog. Hermesdeckungen) für die deutsche Wirtschaft.

Liquiditätshilfen für Alleinunternehmer und Freiberufler

Nach § 56 Infektionsschutzgesetz können Selbstständige, deren Betrieb oder Praxis während einer angeordneten Quarantäne ruht, bei der zuständigen Behörde einen "Ersatz der in dieser Zeit weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben in angemessenem Umfang" beantragen.

Stand: 18. März 2020

Bild: simonidadj - stock.adobe.com

Kurzarbeitergeld

Kommt es in Verbindung mit der Ausbreitung des Coronavirus zu einem Arbeitsausfall und als Folge zu einem Entgeltausfall, haben die betroffenen Arbeitnehmer Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Arbeitsausfälle drohen u.a. durch Lieferengpässe oder wenn der Betrieb auf behördliche Anordnung schließen muss.

Die Bundesregierung hat in einem Eilverfahren das Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld (Gesetz vom 13.3.2020, BGBl. I 2020, S. 493 ff.) verabschiedet. Voraussichtlich bis Anfang April gelten folgende erleichterte Zugangsvoraussetzungen für das Kurzarbeitergeld:

  • Absenkung des Quorums der von Arbeitsausfall betroffenen Beschäftigten im Betrieb auf bis zu 10 % (normal liegt diese Schwelle bei 30 %) der Belegschaft. Das heißt, dass Betriebe schon dann Kurzarbeitergeld beantragen können, wenn mindestens 10 % der Beschäftigten vom Arbeitsausfall infolge ausbleibender Aufträge betroffen sind.
  • Teilweiser oder vollständiger Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden vor Zahlung des Kurzarbeitergeldes.
  • Vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit (BA).

Außerdem kann Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer beantragt werden.

Anträge auf Kurzarbeitergeld sind bei der zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen. Diese prüft, ob die Voraussetzungen für die Gewährung des Kurzarbeitergelds vorliegen.

Kurzarbeitergeld wird in derselben Höhe wie Arbeitslosengeld bezahlt und beträgt 67 bzw. 60 % der Differenz zwischen dem pauschalierten Nettoentgelt, das ohne Arbeitsausfall gezahlt worden wäre, und dem pauschaliertem Nettoentgelt aus dem tatsächlich erhaltenen Arbeitsentgelt. Kurzarbeitergeld kann für eine Dauer von bis zu einem Jahr bewilligt werden.

Lohnfortzahlung bei Kinderbetreuung

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können ihrem Arbeitsplatz zur Betreuung ihrer Kinder für auf wenige, in der Regel zwei bis drei Tage ohne Lohneinbußen fernbleiben (§ 616 BGB). Voraussetzung ist, dass die Kinder nicht anderweitig betreut werden können.

Insolvenzschutz

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bereitet gerade eine gesetzliche Regelung zur Aussetzung der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht bis zum 30.9.2020 vor. Damit sollen Unternehmen, die infolge der Ausbreitung des Coronavirus in eine finanzielle Schieflage geraten, nicht in die Insolvenz getrieben werden, wenn die Bearbeitung von Hilfsanträgen länger als die Antragsfrist dauert. Ähnliche Regelungen gab es bereits während der Hochwasserkatastrophen 2002, 2013 und 2016.

Überstundenanordnung

Droht dem Arbeitgeber durch den Ausfall zahlreicher Arbeitskräfte ein Schaden, kann er grundsätzliche Überstunden anordnen. In solchen Fällen trifft den Arbeitnehmer im Regelfall eine Nebenpflicht zur Leistung von Überstunden. Weitere Regelungen können sich aus dem Tarifvertrag, aus einer Betriebsvereinbarung oder einem Arbeitsvertrag ergeben.

Stand: 18. März 2020

Bild: Christian Müller - stock.adobe.com

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März 2020

Corona-Krise

Corona-Krise

Die Corona-Krise entfaltet schon jetzt massive Auswirkungen auf das alltägliche Leben. Insbesondere die Wirtschaft leidet unter den erlassenen Schutzmaßnahmen und hat mit enormen Umsatzeinbüßen zu kämpfen. Auch in dieser schwierigen Zeit stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite:

Der DWS-Verlag bietet Ihnen alle wichtigen Informationen kompakt und übersichtlich in Form von Merkblättern an. Das Angebot wird ständig überarbeitet und um die wichtigsten Neuerungen ergänzt:

https://www.dws-verlag.de/produkte/produktkategorien/coronavirus.html

Unsere Kollegen von DWS-Online arbeiten daran, Sie auch anhand von Seminaren zu unterstützen. So wird in Kürze das Seminar „DAS CORONAVIRUS UND SEINE ARBEITSRECHTLICHEN FOLGEN: TIPPS UND HINWEISE FÜR DIE PRAXIS“ erscheinen. Weitere Seminare sind bereits in Planung.

https://www.dws-steuerberater-online.de/suche?s=corona&t=5e7c51ad3016e767757202

Neues vom wissenschaftlichen Arbeitskreis „Steuerrecht"

Am 9. März 2020 traf sich der wissenschaftliche Arbeitskreis „Steuerrecht“ des DWS-Instituts in Berlin letztmalig in seiner bisherigen Zusammensetzung. Nach einer 18-jährigen Mitarbeit verabschiedet sich Herr Prof. Dr. Wolfram Scheffler in den Ruhestand. Als Nachfolger wird Herr Prof. Dr. Robert Ullmann den Arbeitskreis zukünftig bei seiner wissenschaftlichen Arbeit unterstützen und bereichern. In seiner letzten Sitzung diskutierte Herr Prof. Scheffler zusammen mit dem Gast Herrn Dr. Thomas Eisgruber sowie den anderen Mitgliedern des Arbeitskreises über die zeitnahe Betriebsprüfung. Der Arbeitskreis „Steuerrecht“ dankt Herrn Prof. Scheffler für die stets sehr gute Zusammenarbeit!

DWS-Broschüre „Der Steuerberater als Organ der Steuerrechtspflege“ erschienen

Der Arbeitskreis Berufsrecht des Deutschen wissenschaftlichen Instituts der Steuerberater (DWS-Institut) hat sich im Jahr 2019 mit dem Steuerberater als Organ der Steuerrechtspflege befasst und sich im DStR Beihefter zum Berufsrecht in Heft 50/2019 auf eine Spurensuche begeben. Dabei wird aus der Perspektive des öffentlichen Rechts erörtert, welche Vorstellungen sich mit der „Organ“-Formel für die Stellung des Steuerberaters im Spannungsverhältnis zwischen Staat und Gesellschaft verbinden. Außerdem wird festgestellt, dass die aus der „Unabhängigkeit“ erwachsene Stellung des Steuerberaters innerhalb des Rechtsstaats in Konkurrenz zum Status des Steuerberaters als Interessenvertreter des Mandanten steht, wobei die Organstellung der Stellung als Interessenvertreter grundsätzlich nachgelagert ist. Hintergrund dieser Ausführungen ist das JStG 2019 mit dem § 32 Abs. 2 StBerG durch die Feststellung ergänzt wurde, dass Steuerberater und Steuerbevollmächtigte ein „unabhängiges Organ der Steuerrechtspflege“ sind.

Der Beihefter ist in der DWS-Broschüre „Der Steuerberater als Organ der Steuerrechtspflege“ veröffentlicht und kann hier angesehen werden.

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März 2020

Steuerfachangestellte: Ausbildung immer gefragter

Steuerfachangestellte: Ausbildung immer gefragter

Auf der Suche nach dem passenden Beruf entscheiden sich immer mehr Jugendliche für die Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten – das zeigt die aktuelle Ausbildungsstatistik der Bundessteuerberaterkammer (BStBK). 2019 bildeten Steuerberater bundesweit insgesamt 18.103 Nachwuchskräfte aus, ein Zuwachs von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

BStBK-Präsident Prof. Dr. Hartmut Schwab: „Die Ausbildung ist abwechslungsreich, zukunftssicher und bietet viele Aufstiegschancen – das überzeugt immer mehr Nachwuchskräfte. Darüber freuen wir uns besonders, denn bundesweit entscheiden sich immer weniger Jugendliche für eine Berufsausbildung.“

Laut den aktuellen Ausbildungszahlen sind mit 2.223 Jugendlichen die meisten Nachwuchskräfte im Bezirk der Steuerberaterkammer Niedersachsen tätig. Die verhältnismäßig stärkste Steuerberaterkammer im Bereich der Ausbildung ist im Jahr 2019 die Steuerberaterkammer Mecklenburg-Vorpommern. In der Küstenregion bilden 32,2 Prozent der Mitglieder aus.

Auch die bundesweite Rangliste der 326 anerkannten Ausbildungsberufe des Bundesinstituts für Berufsbildung untermauert diesen Zuspruch der Jugendlichen für den Weg zum/zur Steuerfachangestellten. Hier kletterte die Ausbildung unter die Top 21 und gehört somit zu den beliebtesten Berufen. Bei Frauen ist sie mit Platz 12 besonders gefragt.

„Die Zahlen zeigen: Unser Einsatz im Nachwuchsbereich trägt Früchte. Mit der Nachwuchskampagne „Mehr als du denkst“ und dem Engagement vor Ort konnten wir die Ausbildung stärker ins Bewusstsein der Zielgruppe rücken. Durch zusätzliche Fortbildungen ist es uns gelungen, die Ausbildung noch attraktiver zu gestalten und neue Aufstiegschancen zu bieten“, so Schwab.

Die Grafiken zu den Ausbildungszahlen sind verfügbar unter www.bstbk.de/de/presse/pressemitteilungen.

Die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) vertritt als gesetzliche Spitzenorganisation die Gesamtheit der bundesweit fast 98.000 Steuerberater, Steuerbevollmächtigten und Steuerberatungsgesellschaften. Neben der Vertretung des Berufsstandes auf nationaler und internationaler Ebene wirkt die BStBK an der Beratung der Steuergesetze sowie an der Gestaltung des Berufsrechts mit. Sie fördert außerdem die berufliche Fortbildung der Steuerberater und die Ausbildung des Nachwuchses.

Februar 2020

Neues Seminar der Bundessteuerberaterkammer: 13. März 2020 in Köln

EXISTENZGRÜNDUNGSBERATUNG / WORKSHOP: BUSINESSPLANERSTELLUNG

Deutschland braucht Existenzgründer. Existenzgründer brauchen eine gute Beratung, um sich richtig aufzustellen und langfristig

wirtschaftlich erfolgreich sein zu können. StB Michael Faraone wird im neuen Seminar der BStBK die Kenntnisse vermitteln,
die für eine umfassende Beratung von Existenzgründern benötigt werden. Das reicht von der Einschätzung des Geschäftsmodells über die Rechtsformwahl und Finanzierungsfragen bis zu bürokratischen Anforderungen und den notwendigen Formalitäten, die Gründer zu beachten haben. An die Darstellung dieser Beratungsinhalte

schließt sich ein Workshop an, in dem die Erstellung eines Businessplans praxisgerecht eingeübt werden kann. Damit sind die Teilnehmer nach dem Seminarbesuch rundum für

die Beratung von Existenzgründungen gewappnet. Und erfolgreiche Existenzgründer sind dankbare Mandanten.

Nähere Informationen unter www.bstbk-seminare.de.

Wir würden uns freuen, Sie als Teilnehmer begrüßen zu dürfen.

DEUTSCHER STEUERBERATERKONGRESS mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz

Am 11. und 12. Mai 2020 lädt die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) zum 58. DEUTSCHEN STEUERBERATERKONGRESS nach Berlin ein. Als besonderes Highlight wird die Rede von Bundesfinanzminister Olaf Scholz erwartet.

Der DEUTSCHE STEUERBERATERKONGRESS bietet den Teilnehmern mit einem erstklassigen Fachprogramm einen bunten Strauß von interessanten Themen des aktuellen Steuerrechts, der Digitalisierung und des Kanzleimanagements. Hochkarätige Referenten präsentieren alles Wissenswerte bspw. zur elektronischen Betriebsprüfung oder zur konstruktiven Kommunikation und effektiven Gesprächsführung. Um die Teilnahme am Kongress noch praxisnäher zu gestalten, bietet die BStBK die Referate in neuen interaktiven Formaten an: In Fallstudien und Workshops werden brisante Themen aus dem Berufsalltag, wie z. B. Beratung im insolvenznahen Bereich, dargestellt.

BStBK-Präsident Prof. Dr. Hartmut Schwab begrüßt zudem den Berliner Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz und Prof. Dr. h. c. Rudolf Mellinghoff, Präsident des Bundesfinanzhofs, als Redner. Priv.-Doz. Dr. med. habil. Volker Busch, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie in Regensburg, referiert über die „Steuerberatung zwischen Zahlen und Mandant: Das Gehirn unter Strom und ständig online – Vom klugen Umgang mit digitaler Reizflut und Multitasking“.

Speziell jungen Steuerberatern gibt das Forum „Die Steuerkanzlei 4.0 – Neue Herausforderungen und Lösungsansätze“ Anregungen, wie die eigene Kanzlei zukunftsfest aufgestellt werden kann.

Das Programm des 58. DEUTSCHEN STEUERBERATERKONGRESSES sowie Hinweise zur Anmeldung sind unter www.deutscher-steuerberaterkongress.de abrufbar.

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Mai 2020

58. DEUTSCHEN STEUERBERATERKONGRESS 2020 11.05.2020 - 12.05.2020

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