Frau Dr. Anna Feller gewinnt den Förderpreis 2016

Das DWS-Institut vergibt einmal im Jahr einen Förderpreis. Dieser Preis ehrt eine wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet des Steuerrechts. Im Jahr 2016 hat das DWS-Institut diese Auszeichnung an Frau Dr. Anna Feller verliehen.

Die Dissertation ist in englischer Sprache verfasst. Die deutsche Übersetzung des Titels lautet: „Aufsätze zu Steuerplanung und Steuervermeidung – Neue Erklärungsansätze warum sich Steueraufwand zwischen Unternehmen stark unterscheidet” Frau Dr. Feller untersucht in ihrer Dissertation, was die Ursachen dafür sind, dass bestimmte Unternehmen mehr Steuerplanung betreiben, während andere Unternehmen die verfügbaren Instrumente deutlich zurückhaltender einsetzen. Die Arbeit von Frau Dr. Feller hat die Jury überzeugt, weil sie ein international diskutiertes Problem mit innovativen Methoden aufgreift. Sie untersucht zum Beispiel den Einfluss von Steuerplanungszielen auf die Steuerzahlungen der Unternehmen. Insoweit liefert die Dissertation von Frau Dr. Feller einen wichtigen Beitrag zur Steuerplanung von global agierenden Unternehmen.

Ausschreibung des „Wissenschaftspreises 2017“ erfolgt in Kürze

In Kürze wird das DWS-Institut den „Wissenschaftspreis 2017“ (ehemals „Förderpreis“) neu ausschreiben.

Eine wesentliche Neuerung stellen dabei die erleichterten Bewerbungsbedingungen dar, die anstatt der bisherigen Veröffentlichungspflicht ein Veröffentlichungsangebot vorsehen. Der Preisträger bekommt zudem die Möglichkeit einer Kurzpräsentation seiner Arbeit in einem Videoclip auf der DWS-Instituts Homepage. Weitere Informationen zu den Bewerbungsbedingungen finden Sie demnächst hier.

„Auskunfts- und Informationsrechte des Steuerpflichtigen – Stärkung der Rechtssicherheit im Besteuerungsverfahren“ –Symposium 2016 des DWS- Instituts

06.12.2016

Am 28. November 2016 fand in Berlin das Symposium des Deutschen wissenschaftlichen Instituts der Steuerberater e.V. (DWS-Institut) mit dem Thema „Auskunfts- und Informationsrechte des Steuerpflichtigen – Stärkung der Rechtssicher- heit im Besteuerungsverfahren“ statt.

Vertreter des Berufstandes diskutierten mit namhaften Experten, ob durch die Stärkung von Ansprüchen auf Erteilung von verbindlichen Auskünften und Zusa- gen die Rechts- und Planungssicherheit für den Steuerpflichtigen gefestigt werden kann. Hintergrund ist, dass die Mitwirkungspflichten für Steuerpflichtige und Steu- erberater in den letzten Jahren stetig erhöht wurden. So nehmen Steuerpflichtige beispielsweise beim Quellensteuerabzug wie der Lohn-und Kaptalertragsteuer und im Bereich der Umsatzsteuer durch das Einbehalten und Abführen der Steuer Maßnahmen der Steuerverwaltung wahr.

Dr. Raoul Riedlinger, Vorsitzender des DWS-Instituts und Präsident der Bundessteuerberaterkammer, wies auf die Wichtigkeit der Fortführung und Ausweitung der kommunikativen Zusammenarbeit hin. „Kommunikative Elemente können dazu führen, Verfahren schneller abzuschließen, Ressourcen zu sparen und Rechts- streitigkeiten zu vermeiden“, sagt Riedlinger.

Der wichtigste Punkt aber sei, so der Vorsitzende des wissenschaftlichen Arbeits- kreises „Steuerrecht“, Prof. Dr. Roman Seer, dass Unternehmen für staatliche Zwecke entschädigungslos in den Dienst genommen werden und dazu noch das volle finanzielle Steuer- u. Haftungsrisiko tragen. In dem sich anschließenden Im- pulsreferat wies der Vorsitzende daher darauf hin, dass der Steuerpflichtige einen legitimen Anspruch auf möglichst frühzeitige Dispositionssicherheit besitzen müsse und plädierte für einen Ausbau der kostenfreien Lohnsteuer-Anrufungsauskunft auf anderen Quellensteuern und die Einführung einer dementsprechenden Umsatz- steuer-Anrufungsauskunft.

Auch in der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die Auskunfts- und Informationsrechte des Steuerpflichtigen ausgebaut und gesetzlich konkretisiert werden müssen, um mehr Rechts- und Planungssicherheit zu gewährleisten.

Bildmaterial steht unter diesem Link zur Verfügung.

"Qualitätssicherung durch Fortbildungspflicht?" - Berufsrechtstagung des DWS-Instituts

10.11.2016

Unter der Fragestellung "Qualitätssicherung durch Fortbildungspflicht?" fand am 8. November 2016 die Berufsrechtstagung des Deutschen wissenschaftlichen Instituts der Steuerberater e.V. (DWS-Institut) in Berlin statt.

Vertreter des Berufstandes diskutierten mit namhaften Experten, wie die Qualität der Berufsausübung nachgewiesen und dauerhaft gesichert werden kann. Die Frage der Fortbildung wird derzeit auch in der Rechtsanwaltschaft intensiv erörtert. So soll der Satzungsversammlung der Bundesrechtsanwaltskammer zukünftig die Möglichkeit eingeräumt werden, in der Berufsordnung für Rechtsanwälte eine konkretisierte Fortbildungspflicht für Rechtsanwälte zu statuieren. Sollte diese Regelung umgesetzt werden, wäre der steuerberatende Beruf unter den bedeutenden Freien Berufen der einzige, der keine näher konkretisierte Fortbildungspflicht hätte.

Dr. Raoul Riedlinger, Vorsitzender des DWS-Instituts und Präsident der Bundessteuerberaterkammer, wies auf die kontinuierlichen Steuerrechtsänderungen hin. Diese würden es faktisch unmöglich machen, dass ein Berufsträger allein mit Wissen, das er im Zeitpunkt seiner Steuerberaterprüfung erworben habe, über Jahre hinweg zuverlässig Steuerberatung erbringen könne. "Fortbildung ist ein nicht wegzudenkender Aspekt der täglichen Praxis" sagt Riedlinger.

In dem sich anschließenden Impulsreferat sprach sich der Vorsitzende des wissenschaftlichen Arbeitskreises „Berufsrecht“, Prof. Dr. Thomas Mann, für eine kontrollierbare Fortbildungspflicht nach dem Prinzip "Comply or Explain" aus. Bereits das Berufsethos des Steuerberaters gebiete eine stetige Fort- und Weiterbildung. Die dargestellten Aspekte wurden in der anschließenden Podiumsdiskussion unter der Moderation von Dr. Holger Stein, Vizepräsident der Bundessteuerberaterkammer, mit Dr. Heike Delbanco, Hauptgeschäftsführerin der Ärztekammer Bremen, und Prof. Dr. Matthias Kilian von der Universität zu Köln diskutiert.

Die Einführung einer sanktionierten Fortbildungspflicht, wobei des Weiteren insbesondere zwischen einer kontrollierten und einer kontrollierbaren Fortbildungspflicht zu unterscheiden wäre, wurde im Auditorium kontrovers diskutiert. Es waren zudem einige kritische Stimmen zu hören, die die Notwendigkeit einer Konkretisierung der Fortbildungspflicht generell in Frage stellten.

Bildmaterial steht unter diesem Link zur Verfügung.

Deutsches wissenschaftliches Institut der Steuerberater e.V.

Für gebündelte Kompetenz im Zentrum Berlins sorgen das Deutsche wissen-
schaftliche Institut der Steuerberater e.V. (DWS-Institut), der Verlag des wissen-
schaftlichen Instituts der Steuerberater GmbH
und die DWS Steuerberater-Online-GmbH. Sie alle haben ihren Sitz im Humboldt Carré am Gendarmenmarkt im Herzen Berlins.

Die Gründung des Deutschen wissen­schaft­lichen Instituts der Steuer­berater geht auf das Jahr 1963 zurück. Das DWS-Institut unterstützt die Steuer­beraterinnen und Steuerberater bei der täglichen Berufspraxis. Es führt Fortbildungs­veranstaltungen durch, gibt Fachschriften heraus und informiert durch Gutachten und Auskünfte zu konkreten steuer­recht­lichen Zweifels­fragen und Problemen.

Ordentliche Mitglieder des DWS-Instituts sind die Bundes­steuer­berater­kammer und alle 21 regionalen Steuerberater­kammern. Daneben können auch Steuerberater und natürliche Personen, die auf dem Gebiet der Rechtswissenschaft, der Betriebs­wirtschafts­lehre oder der Finanz­wissen­schaft tätig sind, als ordent­liche Mit­glieder auf­genommen werden.

Unterstützt wird das Institut bei diesen Aufgaben von seinen wissen­schaft­lichen Arbeits­kreisen „Steuer­recht“ und „Berufs­recht“, die Stellung­nahmen zu den für die Berufs­praxis relevanten Grund­satz­fragen des deutschen Steuer­rechts sowie des Berufs­rechts der Steuer­berater erarbeiten. Auf dem jährlichen Symposium stellt das DWS-Institut ein steuer­recht­liches Thema der Fach­öffent­lich­keit vor. Auch zu aktuellen Themen und Tendenzen des Berufs­rechts veran­staltet das Institut einmal im Jahr eine wissen­schaft­liche Fachtagung.

Die aktuellen steuer­recht­lichen Themen und die Ergeb­nisse des Symposiums greift das DWS-Institut in einer Schriftenreihe auf.

 

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Publikationen

27. April 2015
Zukunft der Erbschaft- und Schenkungsteuer
23. April 2015
DWS-Jahresbericht 2014