„Auskunfts- und Informationsrechte des Steuerpflichtigen – Stärkung der Rechtssicherheit im Besteuerungsverfahren“ –Symposium 2016 des DWS- Instituts

06.12.2016

Am 28. November 2016 fand in Berlin das Symposium des Deutschen wissenschaftlichen Instituts der Steuerberater e.V. (DWS-Institut) mit dem Thema „Auskunfts- und Informationsrechte des Steuerpflichtigen – Stärkung der Rechtssicher- heit im Besteuerungsverfahren“ statt.

Vertreter des Berufstandes diskutierten mit namhaften Experten, ob durch die Stärkung von Ansprüchen auf Erteilung von verbindlichen Auskünften und Zusa- gen die Rechts- und Planungssicherheit für den Steuerpflichtigen gefestigt werden kann. Hintergrund ist, dass die Mitwirkungspflichten für Steuerpflichtige und Steu- erberater in den letzten Jahren stetig erhöht wurden. So nehmen Steuerpflichtige beispielsweise beim Quellensteuerabzug wie der Lohn-und Kaptalertragsteuer und im Bereich der Umsatzsteuer durch das Einbehalten und Abführen der Steuer Maßnahmen der Steuerverwaltung wahr.

Dr. Raoul Riedlinger, Vorsitzender des DWS-Instituts und Präsident der Bundessteuerberaterkammer, wies auf die Wichtigkeit der Fortführung und Ausweitung der kommunikativen Zusammenarbeit hin. „Kommunikative Elemente können dazu führen, Verfahren schneller abzuschließen, Ressourcen zu sparen und Rechts- streitigkeiten zu vermeiden“, sagt Riedlinger.

Der wichtigste Punkt aber sei, so der Vorsitzende des wissenschaftlichen Arbeits- kreises „Steuerrecht“, Prof. Dr. Roman Seer, dass Unternehmen für staatliche Zwecke entschädigungslos in den Dienst genommen werden und dazu noch das volle finanzielle Steuer- u. Haftungsrisiko tragen. In dem sich anschließenden Im- pulsreferat wies der Vorsitzende daher darauf hin, dass der Steuerpflichtige einen legitimen Anspruch auf möglichst frühzeitige Dispositionssicherheit besitzen müsse und plädierte für einen Ausbau der kostenfreien Lohnsteuer-Anrufungsauskunft auf anderen Quellensteuern und die Einführung einer dementsprechenden Umsatz- steuer-Anrufungsauskunft.

Auch in der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die Auskunfts- und Informationsrechte des Steuerpflichtigen ausgebaut und gesetzlich konkretisiert werden müssen, um mehr Rechts- und Planungssicherheit zu gewährleisten.

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"Qualitätssicherung durch Fortbildungspflicht?" - Berufsrechtstagung des DWS-Instituts

10.11.2016

Unter der Fragestellung "Qualitätssicherung durch Fortbildungspflicht?" fand am 8. November 2016 die Berufsrechtstagung des Deutschen wissenschaftlichen Instituts der Steuerberater e.V. (DWS-Institut) in Berlin statt.

Vertreter des Berufstandes diskutierten mit namhaften Experten, wie die Qualität der Berufsausübung nachgewiesen und dauerhaft gesichert werden kann. Die Frage der Fortbildung wird derzeit auch in der Rechtsanwaltschaft intensiv erörtert. So soll der Satzungsversammlung der Bundesrechtsanwaltskammer zukünftig die Möglichkeit eingeräumt werden, in der Berufsordnung für Rechtsanwälte eine konkretisierte Fortbildungspflicht für Rechtsanwälte zu statuieren. Sollte diese Regelung umgesetzt werden, wäre der steuerberatende Beruf unter den bedeutenden Freien Berufen der einzige, der keine näher konkretisierte Fortbildungspflicht hätte.

Dr. Raoul Riedlinger, Vorsitzender des DWS-Instituts und Präsident der Bundessteuerberaterkammer, wies auf die kontinuierlichen Steuerrechtsänderungen hin. Diese würden es faktisch unmöglich machen, dass ein Berufsträger allein mit Wissen, das er im Zeitpunkt seiner Steuerberaterprüfung erworben habe, über Jahre hinweg zuverlässig Steuerberatung erbringen könne. "Fortbildung ist ein nicht wegzudenkender Aspekt der täglichen Praxis" sagt Riedlinger.

In dem sich anschließenden Impulsreferat sprach sich der Vorsitzende des wissenschaftlichen Arbeitskreises „Berufsrecht“, Prof. Dr. Thomas Mann, für eine kontrollierbare Fortbildungspflicht nach dem Prinzip "Comply or Explain" aus. Bereits das Berufsethos des Steuerberaters gebiete eine stetige Fort- und Weiterbildung. Die dargestellten Aspekte wurden in der anschließenden Podiumsdiskussion unter der Moderation von Dr. Holger Stein, Vizepräsident der Bundessteuerberaterkammer, mit Dr. Heike Delbanco, Hauptgeschäftsführerin der Ärztekammer Bremen, und Prof. Dr. Matthias Kilian von der Universität zu Köln diskutiert.

Die Einführung einer sanktionierten Fortbildungspflicht, wobei des Weiteren insbesondere zwischen einer kontrollierten und einer kontrollierbaren Fortbildungspflicht zu unterscheiden wäre, wurde im Auditorium kontrovers diskutiert. Es waren zudem einige kritische Stimmen zu hören, die die Notwendigkeit einer Konkretisierung der Fortbildungspflicht generell in Frage stellten.

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Zukunft der Erbschaft- und Schenkungsteuer

04.07.2016

Der Wissenschaftliche Arbeitskreis Steuerrecht des DWS-Instituts hat sich erneut mit Fragen einer Reform der Erbschaftsteuer befasst. Dabei hat auch die Frage eine Rolle gespielt, ob eine Neuregelung der Begünstigung von Unternehmensvermögen mit dem Europäischen Beihilfenrecht vereinbar wäre.

Im Interesse der Rechtssicherheit der Steuerpflichtigen und ihrer steuerlichen Berater hält der Arbeitskreis eine Notifizierung der anstehenden Neuregelung bei der Europäischen Kommission für geboten. Ohne diese Absicherung müssten Steuerberater bei jeder erbschaftsteuerlichen Beratung mit ihren Mandanten einen Haftungsausschluss vereinbaren oder auf den Abschluss sog. Steuerklauseln drängen. Diese Steuerklauseln würden dazu führen, dass Vermögensübertragungen für den Fall rückgängig gemacht werden können, dass sich die Neuregelung des Erbschaftsteuergesetzes im Nachhinein als unionsrechtswidrig erweist.

Zugleich betont der Arbeitskreis, dass sich die beihilfenrechtlichen Probleme und Haftungsrisiken durch eine Neuregelung vermeiden ließen, die eine Absenkung der Steuersätze bei gleichzeitiger Reform des Bewertungsrechts und einem Verzicht auf die weitere Privilegierung von Betriebsvermögen vorsähe. Wie der Gesetzgeber diese ordnungspolitisch und verfassungsrechtlich bessere Lösung umsetzen könnte, hat der Arbeitskreis in einer Studie skizziert, die bei dem DWS-Institut oder online unter www.dws-institut.de kostenfrei erhältlich ist.

Das Deutsche wissenschaftliche Institut der Steuerberater e.V. (DWS-Institut) wird von der Bundessteuerberaterkammer und den Steuerberaterkammern getragen. Unterstützt von zwei wissenschaftlichen Arbeitskreisen befasst es sich mit steuerrechtlichen und berufsrechtlichen Grundsatzfragen. Mit einem Gutachtendienst, Fortbildungsveranstaltungen und Fachschriften steht das DWS-Institut Steuerberaterinnen und Steuerberatern in berufspraktischen Fragen zur Verfügung.

DWS-Institut schreibt Förderpreis 2016 aus

11.04.2016

Auch in diesem Jahr wird das Deutsche wissenschaftliche Institut der Steuerberater e.V. (DWS-Institut) eine hervorragende Abschlussarbeit aus den Gebieten Steuerrecht, betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Finanzwissenschaft mit dem DWS-Förderpreis auszeichen.

Bis zum 31. August 2016 können Nachwuchswissenschaftler ihre Arbeiten einreichen.

Der Preis wird mit 3.000 Euro dotiert. Zusätzlich wird die prämierte Arbeit in der wissenschaftlichen Schriftenreihe des DWS-Instituts veröffentlicht.

Bewerben können sich Absolventen juristischer oder wirtschaftwissenschaftlichen Fakultäten. Die eingereichten Arbeiten, vornehmlich Dissertationen, sollen in deutscher Sprache verfasst, unveröffentlicht bzw. nur im DWS-Verlag veröffentlicht und nicht älter als ein Jahr sein.

Die Preisverleihung findet am 28. November 2016 im Rahmen des Symposiums des DWS-Instituts in Berlin statt.

Die detaillierten Bewerbungsbedingungen und nähere Informationen finden Sie hier.

Ansprechpartnerin für Bewerber ist RAin Luisa Luft; Telefon: 030 246250-10; E-Mail: info@dws-institut.de.

Claudia Nölle ist neue Geschäftsführerin des DWS-Instituts

14.03.2016

Claudia Nölle ist seit 1. März 2016 Geschäftsführerin des Deutschen wissenschaftlichen Instituts der Steuerberater e.V. (DWS-Institut).

Die 42-Jährige ist bereits seit April 2011 Geschäftsführerin des DWS-Verlages und der DWS Steuerberater-Online-GmbH und verfügt über gute fachliche sowie branchenspezifische Kenntnisse. Claudia Nölle ist Rechtsanwältin, mit fachlichem Schwerpunkt im Steuerrecht. Das DWS-Institut unterstützt die Steuerberaterinnen und Steuerberater bei der täglichen Berufspraxis. Es führt Fortbildungsveranstaltungen durch, gibt Fachschriften heraus und gibt Auskünfte zu konkreten steuerrechtlichen Zweifelsfragen und Problemen. Unterstützt wird das Institut bei diesen Aufgaben von seinen wissenschaftlichen Arbeitskreisen „Steuerrecht“ und „Berufsrecht“, die Stellungnahmen zu den für die Berufspraxis relevanten Grundsatzfragen des deutschen Steuerrechts sowie des Berufsrechts der Steuerberater erarbeiten.

Deutsches wissenschaftliches Institut der Steuerberater e.V.

Für gebündelte Kompetenz im Zentrum Berlins sorgen das Deutsche wissen-
schaftliche Institut der Steuerberater e.V. (DWS-Institut), der Verlag des wissen-
schaftlichen Instituts der Steuerberater GmbH
und die DWS Steuerberater-Online-GmbH. Sie alle haben ihren Sitz im Humboldt Carré am Gendarmenmarkt im Herzen Berlins.

Die Gründung des Deutschen wissen­schaft­lichen Instituts der Steuer­berater geht auf das Jahr 1963 zurück. Das DWS-Institut unterstützt die Steuer­beraterinnen und Steuerberater bei der täglichen Berufspraxis. Es führt Fortbildungs­veranstaltungen durch, gibt Fachschriften heraus und informiert durch Gutachten und Auskünfte zu konkreten steuer­recht­lichen Zweifels­fragen und Problemen.

Ordentliche Mitglieder des DWS-Instituts sind die Bundes­steuer­berater­kammer und alle 21 regionalen Steuerberater­kammern. Daneben können auch Steuerberater und natürliche Personen, die auf dem Gebiet der Rechtswissenschaft, der Betriebs­wirtschafts­lehre oder der Finanz­wissen­schaft tätig sind, als ordent­liche Mit­glieder auf­genommen werden.

Unterstützt wird das Institut bei diesen Aufgaben von seinen wissen­schaft­lichen Arbeits­kreisen „Steuer­recht“ und „Berufs­recht“, die Stellung­nahmen zu den für die Berufs­praxis relevanten Grund­satz­fragen des deutschen Steuer­rechts sowie des Berufs­rechts der Steuer­berater erarbeiten. Auf dem jährlichen Symposium stellt das DWS-Institut ein steuer­recht­liches Thema der Fach­öffent­lich­keit vor. Auch zu aktuellen Themen und Tendenzen des Berufs­rechts veran­staltet das Institut einmal im Jahr eine wissen­schaft­liche Fachtagung.

Die aktuellen steuer­recht­lichen Themen und die Ergeb­nisse des Symposiums greift das DWS-Institut in einer Schriftenreihe auf.

 

Willkommen beim DWS-Institut

Veranstaltungen

Publikationen

27. April 2015
Zukunft der Erbschaft- und Schenkungsteuer
23. April 2015
DWS-Jahresbericht 2014