Dr. Martin Heyes gewinnt mit seiner Dissertation „Ursachen, Rahmenbedingungen und neue Rechtfertigungsansätze zur Zinsschranke“ den Wissenschaftspreis des Deutschen wissenschaftlichen Instituts der Steuerberater e.V. (DWS-Institut). Dr. Horst Vinken, der Vorsitzende des DWS-Instituts, hat die Auszeichnung auf dem DWS-Symposium verliehen. Dr. Martin Heyes überzeugte die Jury mit seinem methodischen Ansatz. Heyes zeigt am Beispiel grenzüberschreitend agierender Betriebe, wie der Gesetzgeber die steuerplanerische Gestaltung der Unternehmen einzudämmen versucht. Er analysiert sehr sorgfältig, inwieweit eine Eindämmung durch die gesetzlichen Regelungen erreicht werden kann. Die im ersten Teil vorgestellten Ziele der Unternehmen und des Gesetzgebers werden bei der Analyse und Beurteilung der Zinsschranke im zweiten Teil der Arbeit systematisch aufgegriffen. Dieser methodische Ansatz ermöglicht es Herrn Heyes, die Zinsschranke einer sachgerechteren Beurteilung zu unterziehen als dies bislang erfolgte. Im dritten Teil seiner Arbeit untersucht Heyes die Vereinbarkeit der Zinsschranke mit der Verfassung, dem Europarecht und dem Völkerrecht. Im Unterschied zur überwiegenden Auffassung in der Literatur hält er die Zinsschrankenregelung grundsätzlich für verfassungskonform. Mit dem Wissenschaftspreis wird jährlich eine hervorragende wissenschaftliche Abschlussarbeit aus den Gebieten des Steuerrechts, der betriebswirtschaftlichen Steuerlehre oder der Finanzwissenschaft ausgezeichnet. Die Dissertation des Preisträgers wird im Verlag des wissenschaftlichen Instituts der Steuerberater GmbH, Berlin (DWS-Verlag), veröffentlicht.