Aktuell

DWS-Symposium „Die Zukunft der Organschaft im europäischen Kontext“
Unter der Überschrift „Die Zukunft der Organschaft im europäischen Kontext“ befassen sich heute Vertreter aus Praxis, Wissenschaft und Politik mit Problembereichen des bestehenden Systems und der Frage, ob bzw. mit welchen Mitteln durch „Reparaturmaßnahmen“ fühlbare Verbesserungen für den Rechtsanwender erreicht werden können.
Über Reformmöglichkeiten der Regelungen zur steuerlichen Organschaft wird derzeit verstärkt diskutiert. Die Finanzverwaltung hat einen Bericht vorgelegt, in dem die Konsequenzen eines Übergangs zu einem neuen Gruppenbesteuerungssystem geprüft wurden. Ob es zu einem Systemwechsel kommen wird, ist – nicht zuletzt wegen der damit verbundenen Auswirkungen auf das Steueraufkommen – derzeit fraglich.
„Auch wenn sich die Politik angesichts der angespannten Haushaltslage nicht zu einer umfassenden Reform der Organschaft durchringen kann, so heißt dies nicht, es gäbe nichts zu tun“, sagt der Vorsitzende des DWS-Instituts, Dr. Horst Vinken. „Auch und gerade innerhalb des bestehenden Systems gibt es viele offene Fragen, die im Sinne von Rechts- und Planungssicherheit für die betroffenen Unternehmen dringend zu klären wären.
Das Symposium widmet sich im Hinblick auf den innerstaatlichen Reformbedarf unter anderem dem übertriebenen Formalismus in Bezug auf den Gewinnabführungs-
vertrag. Darüber hinaus werden die dem europäischen Recht geschuldeten Reformnotwendigkeiten in die Diskussion miteinbezogen und die Frage aufgeworfen, ob das europäische Gemeinschaftsrecht überhaupt eine europaweite, grenzüberschreitende Organschaft verlangt.
Das Deutsche wissenschaftliche Institut der Steuerberater e.V. (DWS-Institut) wird von der Bundessteuerberaterkammer und den Steuerberaterkammern getragen. Unter-
stützt von zwei wissenschaftlichen Arbeitskreisen befasst es sich mit steuerrechtlichen und berufsrechtlichen Grundsatzfragen. Mit einem Gutachtendienst, Fortbildungs-
veranstaltungen und Fachschriften steht das DWS-Institut Steuerberaterinnen und Steuerberatern in berufspraktischen Fragen zur Verfügung.
Deutsches wissenschaftliches Institut der Steuerberater e.V.
Für gebündelte Kompetenz im Zentrum Berlins sorgen das Deutsche wissen-
schaftliche Institut der Steuerberater e.V. (DWS-Institut), der Verlag des wissen-
schaftlichen Instituts der Steuerberater GmbH und die DWS Steuerberater-Online-GmbH. Sie alle haben ihren Sitz im Humboldt Carré am Gendarmenmarkt im Herzen Berlins.
Die Gründung des Deutschen wissenschaftlichen Instituts der Steuerberater geht auf das Jahr 1963 zurück. Das DWS-Institut unterstützt die Steuerberaterinnen und Steuerberater bei der täglichen Berufspraxis. Es führt Fortbildungsveranstaltungen durch, gibt Fachschriften heraus und informiert durch Gutachten und Auskünfte zu konkreten steuerrechtlichen Zweifelsfragen und Problemen.
Ordentliche Mitglieder des DWS-Instituts sind die Bundessteuerberaterkammer und alle 21 regionalen Steuerberaterkammern. Daneben können auch Steuerberater und natürliche Personen, die auf dem Gebiet der Rechtswissenschaft, der Betriebswirtschaftslehre oder der Finanzwissenschaft tätig sind, als ordentliche Mitglieder aufgenommen werden.
Unterstützt wird das Institut bei diesen Aufgaben von seinen wissenschaftlichen Arbeitskreisen „Steuerrecht“ und „Berufsrecht“, die Stellungnahmen zu den für die Berufspraxis relevanten Grundsatzfragen des deutschen Steuerrechts sowie des Berufsrechts der Steuerberater erarbeiten. Auf dem jährlichen Symposium stellt das DWS-Institut ein steuerrechtliches Thema der Fachöffentlichkeit vor. Auch zu aktuellen Themen und Tendenzen des Berufsrechts veranstaltet das Institut einmal im Jahr eine wissenschaftliche Fachtagung.
Die aktuellen steuerrechtlichen Themen und die Ergebnisse des Symposiums greift das DWS-Institut in einer Schriftenreihe auf.
