DWS-Institut veranstaltete Symposium „Base Erosion and Profit Shifting (BEPS) – Ein Thema für den Mittelstand“

1. Dezember 2015

Das Deutsche wissenschaftliche Institut der Steuerberater (DWS-Institut) veranstaltete am 30. November 2015 sein alljährliches Symposium. Es widmete sich dem Thema „Base Erosion and Profit Shifting (BEPS) – Ein Thema für den Mittelstand“.

Der Vorstandsvorsitzende des DWS-Instituts und Präsident der Bundessteuerberaterkammer Dr. Raoul Riedlinger, eröffnete das Symposium.

Anschließend stellten Prof. Dr. Ekkehart Reimer, Mitglied des wissentschaftlichen Arbeitskreises „Steuerrecht“ und Dr. Martin Heyes, Preisträger des DWS-Förderpreises 2013, einzelne Maßnahmen des BEPS-Aktionsplanes vor und erläuterten deren Auswirkungen auf den deutschen Mittelstand.

Die vorgestellten Maßnahmen wurden in der von Prof. Dr. Roman Seer, Vorstandsmitglied des DWS-Instituts und Vorsitzender des wissentschaftlichen Arbeitskreises „Steuerrecht“, moderierten und mit namenhaften Experten besetzten Podiumsdiskussion ausführlich erörtert und mit dem Publikum diskutiert.

Es wurde deutlich, dass das Bestreben der OECD, eine faire Verteilung der Steuerlast für Unternehmen aller Größenklassen wiederherzustellen, aus Sicht der kleinen und mittleren Unternehmen des deutschen Mittelstands (KMU) zu begrüßen sei. Die Umsetzung einiger Maßnahmen dürfe aber für mittelständische Unternehmen nicht zu einem signifikanten administrativen Mehraufwand und damit verbundenen erhöhten Compliance-Kosten führen.

Alle Diskussionsteilnehmer waren sich jedoch einig, dass die Erhöhung der Transparenz durch die geplanten Berichtspflichten der Steuerpflichtigen und den Informationsaustausch zwischen den Finanzverwaltungen der verschiedenen Länder zum Erfolg des BEPS-Projektes beitragen wird.

Fazit des Symposium war es, dass der Gesetzgeben bei der Umsetzung des BEPS-Aktionsplanes mit Augenmaß vorgehen und die Auswirkungen auf den heimischen Mittelstand berücksichtigen sollte.

Neben Prof. Reimer und Dr. Heyes diskutierten Prof. Seer, Ministerialdirigent Martin Kreienbaum, Leiter der Unterabteilung Internationales Steuerrecht im Bundesminsiterium der Finanzen und Prof. Dr. Wolfram Scheffler von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Mitglied des wissentschaftlichen Arbeitskreises „Steuerrecht“ auf dem Podium.


Von links nach rechts: Prof. Dr. Ekkehart Reimer, Ministerialdirigent Martin Kreienbaum, Dr. Martin Heyes, Prof. Dr. Roman Seer, Dr. Raoul Riedlinger und Prof. Dr. Wolfram Scheffler.