DWS-Symposium „Die Zukunft der Organschaft im europäischen Kontext“

28. November 2011

Unter der Überschrift „Die Zukunft der Organschaft im europäischen Kontext“ befassen sich heute Vertreter aus Praxis, Wissenschaft und Politik mit Problembereichen des bestehenden Systems und der Frage, ob bzw. mit welchen Mitteln durch „Reparaturmaßnahmen“ fühlbare Verbesserungen für den Rechtsanwender erreicht werden können.

Über Reformmöglichkeiten der Regelungen zur steuerlichen Organschaft wird derzeit verstärkt diskutiert. Die Finanzverwaltung hat einen Bericht vorgelegt, in dem die Konsequenzen eines Übergangs zu einem neuen Gruppenbesteuerungssystem geprüft wurden. Ob es zu einem Systemwechsel kommen wird, ist – nicht zuletzt wegen der damit verbundenen Auswirkungen auf das Steueraufkommen – derzeit fraglich.

„Auch wenn sich die Politik angesichts der angespannten Haushaltslage nicht zu einer umfassenden Reform der Organschaft durchringen kann, so heißt dies nicht, es gäbe nichts zu tun“, sagt der Vorsitzende des DWS-Instituts, Dr. Horst Vinken. „Auch und gerade innerhalb des bestehenden Systems gibt es viele offene Fragen, die im Sinne von Rechts- und Planungssicherheit für die betroffenen Unternehmen dringend zu klären wären.

Das Symposium widmet sich im Hinblick auf den innerstaatlichen Reformbedarf unter anderem dem übertriebenen Formalismus in Bezug auf den Gewinnabführungs-
vertrag. Darüber hinaus werden die dem europäischen Recht geschuldeten Reformnotwendigkeiten in die Diskussion miteinbezogen und die Frage aufgeworfen, ob das europäische Gemeinschaftsrecht überhaupt eine europaweite, grenzüberschreitende Organschaft verlangt.
 
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